1. Musikwoche „in memorian Gustav Mahler“
Die erst vierzehnjährige Solistin Sabine Federspieler...
2. Konzert der Schwestern Federspieler
(Barbara Fuchs, Dolomiten August 1991)
Die erst 22jährige hat vor allem auf dem bei uns zu Unrecht vernachlässigten Instrument Blockflöte besondere Virtuosität erreicht...
3. Zwei Musikerinnen luden zur Matinée
(NÖN Woche 13/2001, Doris Firmkranz)
Einige sehr virtuose Bearbeitungen für Klavier und Blockflöte ließen bei so manchem Zuhörer Augen und Ohren übergehen ob der brillanten technischen Spielmöglichkeiten und des großen Ausdrucksreichtumes des sogenannten Kinderinstrumentes „Blockflöte“.
4. Sparkassenpreis 1998 Sabine Federspieler
(Dolomiten , Juni 1998, Repro: “D“)
Mit dieser Toccata für Sopranblockflöte solo, demonstrierte die Musikerin bereits markant ihre außerordentlichen
Fähigkeiten: ausgefeilte Technik, hohe Musikalität und beseelte Interpretation.
5. Haydnorchester mit der Flötistin Sabine Federspieler
im Bürger-und Rathaus Naturns (Horst Ringel, 13. September 2000)
Zwei Stunden lang verzauberte die junge Flötensolistin Sabine Federspieler zusammen mit dem Haydnorchester Bozen-Trient ihre Zuhörer und entführte sie in die Welt der Klangfülle der bedeutendsten Tonsetzer des Barock.
6. Meine Sprache ist an keine Sprache gebunden (Dr. Ute Johns, Tirolerin März 2001)
In traumwandlerischer Sicherheit bläst und agiert sie ohne Noten in technischer Perfektion und gleichzeitig mit einer Ausdruckskraft, daß man von einem Staunen in das andere fällt.
„Wenn ich spiele, möchte ich alles geben, was dieses Instrument ausdrücken kann, das unaussprechlich Schöne, das an keine Sprache gebunden ist, das die Herzen der Menschen erreicht...“
7. Deftige Delikatesse: Drei weibliche Troubadours
Sabine Federspieler, Regina Himmelbauer und Christine Rembeck: diese drei bezaubernden, kongenial-vielseitigen jungen Damen...
8. "Deliciae" delektiert
Virtuose Beherrschung der Flötentechnik, rasante Schlagzeugimprovisationen und in dieser Musik angemessener wunderschöner linearer Stimmklang paart sich bei den Musikerinnen mit dem Sinn fürs Spielerische...
9. Wiener "Deliciae" im Brixner Anreiterkeller
Für einen Abend prall gefüllt mit bisher vernachlässigten Facetten mittelalterlicher Liebeslyrik bedankte sich das Publikum mit anhaltendem Applaus...
10. Der Blockflötenspieler soll auf seinem Instrument mehr tun als nur
blasen, nämlich singen, streichen, zupfen, malen..."
(Aus der Blockflötenzeitschrift "Windkanal" 2004/ Heft 3)
11. Uraufführung des 1. Teils des „alten Testaments“ von Hans-Jürgen Doetsch
(Robert Engl, 18. September, Oberbayrisches Volksblatt)
Einen besonderen Glanzpunkt im erstenTeil bildete Sabine Federspieler, die auswendig auf offener Bühne mit Blockflöten aller Größen Naturmotive ins Orchester trug. Da war die Stabführung Doetschs wirklich eine Meisterleistung.
1. Musikwoche „in memorian Gustav Mahler“
(Dolomiten, August 1984)
Die erst vierzehnjährige Solistin Sabine Federspieler überraschte das Toblacher Publikum mit ihrer gekonnten Darbietung des C-Dur Konzertes für Blockflöte und Orchester von Antonio Vivaldi. Es begleitete das Haydnorchester Bozen und Trient unter der Leitung von Herrmann Michael.
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2. Konzert der Schwestern Federspieler
(Barbara Fuchs, Dolomiten August 1991)
Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete mit Sabine die jüngste der drei Schwestern. Die erst 22jährige hat bereits viele musikalische Erfahrungen im Ausland sammeln können und hat vor allem auf dem bei uns zu Unrecht vernachlässigten Instrument Blockflöte besondere Virtuosität erreicht. Ihre Offenheit und Experimentierfreude zeigt sich immer dadurch, daß sie Werke zeitgenössischer Musik zu Gehör bringt, in unserem Falle des erst 26jährigen Markus Zahnhausen und des 1931geborenen Makoto Shinohara. Zahnhausens auf Stimmungen getrimmtem programmatischem Stück „Herbstmusik“ ließ sie die musikalich abstrakten Fragmente für Tenorblockflöte folgen. Entgegen ihrer eigenen kurzen Einführung in die beiden Werke, wonach Zahnhausen auf Effekte weitgehend verzichten möchte, erfuhr das Publikum wohl eher Gegenteiliges, nämlich daß die zeitgenössische Musik zum Großteil auf Effekten beruht. Besonders beim 2. Komponisten setzte sich immerhin auch die Überzeugung durch, daß man das Ganze nicht todernst zu nehmen hat. Und zu dieser Überzeugung verhalf auch der unbekümmerte und zugleich so einnehmende Vortrag der jungen Brixnerin.
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3. Zwei Musikerinnen luden zur Matinée
(NÖN Woche 13/2001, Doris Firmkranz)
Bei einer Matinée am Sonntag präsentierten Julia Micewski und Sabine Federspieler, beide Lehrerinnen an der Musikschule Sieghartskirchen, auf höchst unterhaltsame Weise Klassisches von Telemann bis Schubert.
Einige sehr virtuose Bearbeitungen für Klavier und Blockflöte ließen bei so manchem Zuhörer Augen und Ohre übergehen ob der brillanten technischen Spielmöglichkeiten und des großen Ausdrucksreichtumes des sogenannten Kinderinstrumentes „Blockflöte“.
Sängerin Sabine Federspieler begeisterte auch mit einem Ausflug ins Musical-Fach,wo sie als „Fair Lady- von Julia Micewski am Klavier bestens begleitet, die Zuhörer beeindruckte.
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4. Sparkassenpreis 1998 Sabine Federspieler
(Dolomiten , Juni 1998, Repro: “D“)
Ein prächtig bunter quirlig schwirrender Vogel als Glücksbringer: Mit dem „Schlaflied für einen Kolibri“ des zeitgenössichen Komponisten Markus Zahnhausen eröffnete Sabine Federspieler ihr Konzert im Wettbewerb um den Musikförderungspreis der Tiroler Sparkassen 1998 in Innsbruck.
Mit dieser Toccata für Sopranblockflöte solo, 1990 komponiert, demonstrierte die 1969 in Brixen geborene Musikerin bereits markant ihre außerordentlichen Fähigkeiten: ausgefeilte Technik, hohe Musikalität und beseelte Interpretation. Wie sehr ihr die Flöte ans Herz gewachsen ist, zeigte Sabine Federspieler auch in den nachfolgenden Werken: Variationen on van Eyck und in „Poco adagio“ aus der Sonate für Flöte von C. Ph. Emanuel Bach und in „Take five“, wieder von Markus Zahnhausen.
Mit dem Sparkassenpreis fördern die Südtiroler Sparkassen Bozen und die tiroler Sparkassen Innsbruck junge MusikerInnen aus Nord -und Südtirol. Der preis wird alle zwei Jahre vergeben.
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5. Haydnorchester mit der Flötistin Sabine Federspieler
im Bürger-und Rathaus Naturns (Horst Ringel, 13. September 2000)
Sanfte und virtuose Klangfülle
Zwei Stunden lang verzauberte die junge Flötensolistin Sabine Federspieler zusammen mit dem Haydnorchester Bozen-Trient ihre Zuhörer und entführte sie in die Welt der Klangfülle der bedeutendsten Tonsetzer des Barock. Bach, Pucell, Telemann, Sammartini und Vivaldi versprachen hohe Erwartungen zu erfüllen. Sie wurden dank der Solistin übertroffen, die das Orchester durch ihre Virtuosität anspornte.
Mit dem Brandenburgischen Konzert Nr. 3 zu Ehren von J.S. Bach wurde der Abend eröffnet. Es folgte das Konzert in C-Dur für Altblockflöte und Streicher von G. Ph. Telemann, der auch Lehrer von Giuseppe Sammartini war. Dessen Konzert für Sopranblockflöte war anschließend zu hören. Am Schluß und gleichzeitig Höhepunkt des Abends konnte die Solistin bei dem Konzert in C-Dur für Piccoloflöte und Streicher von A. Vivaldi noch einmal ihre Spielfreude ganz entfalten. Hohe Begabung, hervorragende Ausbildung und künstlerisches Bemühen haben ihre Früchte getragen.
Der weiche pastorale Klang der Blockflöte, wie das Barock ihn liebte, gab diesem Konzertabend seine besondere Note. Die außerordentlich günstige Akustik des Saales unterstützte die volle räumliche Ausbreitung des barocken Klangreichtums- für Musiker und Publikum ein großer Gewinn.
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6. Begegnung mit der Südtiroler Blockflötistin Sabine Federspieler
Meine Sprache ist an keine Sprache gebunden
Im halbdunklen Barocksaal in Schloß Stein brennen die Kerzen, in ihrem Widerschein spiegelt sich auf den Gesichtern der Zuhörer gespannte Erwartung. Da erklingt aus der Ferne in hohen, klaren Tönen eine Flöte. Übermütige Triolen wechseln mit virtuosen Auf -und Absprüngen. Und dann taucht er auf, der mittelalterliche Spielmann: In Kapuze, Pumphose und engen Beinkleidern tanzt er, Blockflöte blasend durch die Reihen. Während er sich verbeugt und für den Applaus dankt, möchte er wissen, auf welcher Burg er denn hier eigentlich sei. Die Stimme verrät, daß der Spielmann eine Frau ist:
Sabine Federspieler provoziert gerne ihre Zuhörer mit einem Frage-Antwortspiel, in das sie geschickt Musik -und Zeitgeschichte einzuflechten weiß. Gleichzeitig hält sie das visuell verwöhnte Publikum in Spannung. Mühelos wechselt sie ihr Kostüm, entsprechend der Zeit, aus der das jeweilige Stück stammt.
In traumwandlerischer Sicherheit bläst und agiert sie ohne Noten in technischer Perfektion und gleichzeitig mit einer Ausdruckskraft, daß man von einem Staunen in das andere fällt. Was in diesem unbedeutend scheinenden Holzstab alles verborgen sein kann!
Gerade das hat sie gereizt, sich für dieses Instrument zu entscheiden,“denn sein holziger Klang hat etwas Reines, Natürliches, Direktes- das Spektakuläre fehlt!“ erklärt sie. Darum ist der Interpret gefordert, durch Artikulation, Beweglichkeit, auch Idee, ja Ekstase alle Nuancierungen selbst zu finden und zu schaffen.
„Ich wollte dieses Instrument aus seiner Versenkung herausholen, seine leuchtende Größe und Vielfalt wecken und vorführen -aber auch seine besondere Intimität. Das geschieht eben erst im Moment des Spielens, immer wieder ganz neu. Wenn ich spiele, möchte ich alles geben, was dieses Instrument ausdrücken kann, das unaussprechlich Schöne, das an keine Sprache gebunden ist, das die Herzen der Menschen errecht und sie vielleicht berührt.“
(Dr. Ute Johns, Tirolerin März 2001)
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7. Deftige Delikatesse: Drei weibliche Troubadours (Bruno Pasquazzo, Oktober 1997)
Angesichts des hierzulande gültigen Bildes vom Minnesänger und den seinerseits waltenden soziale Umständen muß einen schon ein wenig verwundern, daß unter den namentlich überlieferten Troubadours des okzitanischen Srachraumes, die während des 12. und 13. Jahrhunderts dichteten und sangen, nicht weniger als 20 Frauen zu finden sind. So gesehen handelte es sich um das Wieder-aufleben-lassen einer damals nicht ungewöhnlichen Gepflogenheit, wenn mit dem Ensemble "Deliciae" drei Frauen ihre Gesänge zur Darbietung brachten. Gesänge, die von traurig-melancholisch bis prallvoll mit Lebensfreude erfüllt das Spektrum weiblicher Gefühlswelt streiften. Dies vollzog sich mit souveräner Virtuosität an den Instrumenten und höchster Sensibilität im Vortrag. Selbst deftigste Texte gerieten so zur Delikatesse. Die Panik des Mädchens, das den Lindenbaum verflucht, unter dem sie ein "guter Onkel" vergewaltigte, er stand ebenso greifbar im Raum wie die protzig aufgeblasene Verbal-Virilität eines Ehegatten, die von Tenorflöte und Okarina lautmalerisch auf ein reales (Aus)maß zurückgestutzt wird.
Sabine Federspieler, Regina Himmelbauer und Christine Rembeck: diese drei bezaubernden, kongenial-vielseitigen jungen Damen haben eine Facette aus dem Spektrum von Nutzungsmöglichkeiten des Roßstalles, des nunmehr ersten richtigen Konzertraumes in Eggenfelden freigelegt. Und wie sie das taten! Der langanhaltende Applaus des vollbesetzten Saales erheischte nicht bloß zwei Zugaben, darunter ein halsbrecherisch-virtuoses Flötentrio eines Anonymus aus der Frührenaissance. Es war wohl auch eine deutliche Einladung, wiederzukommen.
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8. "Deliciae" delektiert. (Eva Seberich, Dolomiten 10.09. 1998)
Drei junge Musikerinnen, Sabine Federspieler aus Brixen, Regina Himmelbauer aus Braunau und Christine Rembeck aus Egenfelden haben ihre in einem breitgefächerten Studium erworbenen Erfahrungen und Fertigkeiten zu einem höchst lebendigen Konzept zusammengefügt. Musik mit Singstimmen, Renaissanceblockflöten, Schlagwerk und allerlei mittelalterlichen Instrumenten wie Drehleier , Psalterium und Harfe wechseln ab mit zeitgenössischen Berichten, Briefen, Gedichten und kurzen Szenen, die an Deutlichkeit nichts übrig lassen.
Hier ein paar Beispiele aus dem Konzert in Prösels: Eine junge Frau wird an einen alten ungeliebte Mann verheiratet, die Frauen beklagen dreistimmig den traurigen Tatbestand- da mischt sich das Schlagzeug ein und in immer heftigeren Wirbeln verdeutlicht es, dass sich die Frau ihr Leben doch ganz lustig zu gestalten weiß…Süße Harfenklänge und das feine Zirpen des Psalteriums unterstreichen das zärtliche Locken im "Kum, Kum, Geselle min". Trauer über einen toten Geliebten rückt durch die in hohlen Quinten und Quarten und in den eigenwilligen Rhythmen der mittelalterlichen Musik weit entrückt klingenden begleitenden Blockflöten ganz nah.
Direkt "unter die Haut" aber ging der gesungene, durch Flöten und Trommel in seinen Phrasen unterbrochene Klagebericht eines Mädchens über ihre erlebte Vergewaltigung- ganz betroffen vermochte danach keine Zuhörer an Applaus zu denken…
Virtuose Beherrschung der Flötentechnik, rasante Schlagwerk-Improvisationen und dieser Musik angemessener wunderschöner linearer Stimmklang paart sich bei den Musikerinen Spielerische und mit dem Willen, die Hörer zu erreichen, ihnen die zumeist im Altfranzösischen gesungenen Situationen nahezubringen. Das ist ihnen über die perfekt dargebotene Musik hinaus vor allem dort gelungen, wo sie auch menschlich hinter mit dem Sinn fürs den angeschnittenen Problemen standen.
Es war ein ganz besonders eindrucksvoller Abend!
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9. Wiener "Deliciae" im Brixner Anreiterkeller
(Barbara Fuchs, Dolomiten, November 1997)
"In meinem schön vergoldeten Schlafgemach war er gefangen"
Die Bilder von galanten Rittern, vom weitgereisten Minnesänger, welcher der Schloßherrin in schmachtenden Versen huldigt, entspringen einer einseitigen Mittelalterrezeption. Um diese mit neuen Perspektiven zu ergänzen, war die Gruppe "Deliciae" in den Anreiterkeller gekommen. Regina Himmelbauer, verantwortlich für die mittelalterliche Recherche, hatte mit der Textauswahl nicht nur eine spannungsreiche Dramaturgie geschaffen, sondern durch ihre erläuternden Zwischentexte für eine unaufdringliche kulturgeschichtliche Lektion gesorgt, die das Publikum dankbar goutierte. Sabine Federspieler und Christine Rembeck wussten ganz nach mittelalterlicher Manier mehrere Instrumente (Flöten, Perkussion, Drehleier, Streichpsalterium, Harfe) sowie die Stimme und Gebärdensprache stilgerecht einzusetzen.
Aber dass die Frauen trotz gesellschaftlicher Zwänge nicht in Resignation und Selbstmitleid verfielen, davon legten die folgenden Lieder beredtes Zeugnis ab, in denen ein junges Mädchen aus der unfreiwilligen Verehelichung mit einem ältren Mann versteht, für sich Kapital zu schlagen. Oder eine andere, im Wechselgesang dargestellte Situation, in der sich die Frau schlagfertig gege ndie Vorwürfe zur Wehr setzt, sie habe ihre körperlichen Reize verloren.
Für einen Abend prall gefüllt mit bisher vernachlässigten Facetten mittelalterlicher Liebeslyrik bedankte sich das Publikum mit anhaltendem Applaus!
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10. Die Südtiroler Blockflötistin Sabine Federspieler, die auch als Sängerin auftritt, erforscht gerne und gekonnt Klangwege jenseits der Tradition. Die Blockflöte stelllt sie dabei oft in einen Rahmen, wo sie sonst eher selten wahrgenommen wird: in zeitgenössischer Musik oder in Kombination mit Gitarre, folkloristisch mit dem Akkordeon oder beinah romantisch im Duo mit Klavier. Dennoch kehrt sie nach improvisatorischen Ausflügen in Folklore, Avantgarde und Jazz - als Übung für die musikalische Spontanität - auch immer wieder gerne zur "Alten Musik" zurück, etwa zu den Klängen der weiblichen Troubadours, der Musik italienischer Frauenkomponistinnen aus dem 17./18. Jahrhundert oder zur Ensemblemusik des Barock. Dabei überraschen fantasievolle und lebendige Programmgestaltungen, etwa mit Kostümierung oder die Kombination von Musik mit kurzen Szenen oder interessanten Einführungen. Durch die Interpratation von Werken, die ursprünglich für andere Instrumente geschrieben wurden, erweitert sie blockflötistische Horizonte - und die Horizonte ihrer Hörer:
"Bei der Blockflöte spielt die suggestive Kraft des Musikers eine große Rolle. Es steckt viel Potential in der Liebe zum Detail, was der Blockflöte in ihrer Feinheit entspricht. Bei den Tangos von Astor Piazolla z.B., ziehe ich die Blockflöte eindeutig der Querflöte vor. Zum einen ist der Holzklang der Blockflöte sehr reizvoll, zum anderen kommen einige Spieltechniken wie Glissandi oder Sputati in dieser Musik total gut. Auch das Fingervibrato auf der Blockflöte klingt genauso wie das durch das Beben erzeugte Vibrato auf dem Bandoneon, dem Hauptinstrument des Tangos. Ich bin dagegen, die Blockflöte als ausdrucksärmeres Instrument hinzustellen. Der Blockflötenspieler soll auf seinem Instrument mehr tun als nur blasen, nämlich singen, streichen, zupfen, malen..."
(Aus der Blockflötenzeitschrift "Windkanal" 2004/ Heft 3)
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